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Maria Frei-Nipp

Zeitschrift für Bauen, Immobilien und Lifestyle – aus Liechtenstein für die Region

26/2014

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Umsetzungsstärke heisst, Ideen ein konkretes Fundament zu verleihen. Die VP Bank realisiert, indem sie Finanzierungspläne entwickelt. Nennen Sie uns Ihre Wünsche – wir setzen alles daran, sie wahr werden zu lassen. Denn Taten sprechen lauter als tausend Worte. Sicher voraus.

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Editorial

Liebe bau:zeit-Leserin Lieber bau:zeit-Leser Der zweite Baustellentag von 100pro!, Berufsbildung Liechtenstein, dem Baumeisterverband Liechtenstein und dem Amt für Bau und Infrastruktur fand auf dem Areal des Pumpspeicherkraftwerks Samina sehr grossen Anklang. Die zahlreichen Besucherinnen und Besucher wurden mit einem attraktiven Rahmenprogramm verwöhnt und nutzten die Gelegenheit, dem WorldSkills-Teilnehmer 2015 in Brasilien, Christoph Sele, über die Schulter zu schauen. Sein Lehrbetrieb, Jonny Sele AG, Baugeschäft Triesenberg, darf stolz auf diesen jungen, strebsamen Berufsmann sein. Die Walser-Gemeinde Triesenberg nimmt im Ensemble der elf Liechtensteiner Gemeinden eine besondere Stellung ein, da zu ihrem Hoheitsgebiet mit dem Malbun, Steg, Masescha und Gaflei in nächster Nähe ein beliebtes Ferien- und Naherholungsgebiet zählt. Gemeindevorsteher Hubert Sele hebt die Bedeutung des sanften, nachhaltigen Tourismus für die Gemeinde Triesenberg hervor und zeigt auf, was die Gemeinde Triesenberg für ein attraktives Alpengebiet alles unternimmt. Wenn wir schon im Alpengebiet sind, stellen wir Ihnen das neu sanierte Jugendhaus Malbun vor, das – wie Liechtensteins Infrastruktur-Ministerin Marlies Amann-Marxer dies treffend ausdrückt – an alpinem Charme gewonnen hat. Viel Spass bei der Lektüre wünscht Ihnen das bau:zeit-Team

präsentiert:

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Ausgabe 26 / 2014

Ingenium AG, Ingenieurbüro, Vaduz

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VPBank: Wahl des Finanzierungspartners

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Sonderthema «Holz & Wohnambiente»

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CONFIDA – Stockwerkeigentum-Verwaltung

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Erfolgreicher Baustellentag 2014

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Die Walser-Gemeinde Triesenberg

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Bildung/Jugend: Demis Sassi, Vilters

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Energiebündel Liechtenstein

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Projektpräsentation: Jugendhaus Malbun

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Bauen aktuell: in Gamprin und Triesen

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johannes.kaiser@medienbuero.li

Nächste bau:zeit -Ausgabe: Wochenende 9. August 2014 IMPRESSUM Herausgeber: Zeit-Verlag Anstalt Essanestrasse 116 9492 Eschen T. 00423 375 9000

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Redaktion: johannes.kaiser@medienbuero.li (Redaktionsleiter), herbert.oehri@medienbuero.li, verena.cortes@medienbuero.li, Jnes Rampone-Wanger, Asha Ospelt-Riederer u. w. AutorenInnen Grafik/Layout: Oliver Hartmann, Sonja Schatzmann, Katharina Hasler Anzeigen: vera.oehri@medienbuero.li, tanja.baumgartner@medienbuero.li, sabine.zimmermann-gstoehl@medienbuero.li Fotos: Oliver Hartmann, Julia Kaiser, Jürgen Posch, ZVG Titelbild: Bildimpression vom Baustellentag 2012 Urheberschutz: Übernahme von Textierungen und Bilder nur mit Quellenangabe erlaubt Druck: Südostschweiz Druckzentrum Haag Auflage/Verteilung: 36‘000 Exemplare – an alle Haushalte im Fürstentum Liechtenstein, Bezirk Sarganserland und Werdenberg, Postfächer im Rheintal, Innenstadt Feldkirch Erscheinung: Wochenende 7. Juni 2014 Titelbild: Jugendhaus Malbun vor der Wiedereröffnung

-Archiv unter: www.medienbuero.li/bauzeit

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Juni 2014

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wir tun, tun wir professionell und ratioWir bearbeiten Projekte des Unsere Kunden: nell, es hat Hände und Füsse. Gerne steIngenieurbaus in den Bereichen: • Gemeinden und Zweckverhen wir auch Ihnen mit unserem Herzbände • Mobilität • Amtsstellen • blut Energie,zur RaumVerfügung. und Umwelt • Werke • Ver- und Entsorgung • Projektmanagement und Sicherheit.

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hypothek

Die Wahl des richtigen Finanzierungspartners

Der Preis eines Guts oder einer Dienstleistung ist mittlerweile ein fast alles überwiegendes Kriterium bei unseren täglichen Entscheidungen. Wir haben heute die Möglichkeit in sekundenschnelle unzählige Angebote miteinander zu vergleichen. Qualitative Faktoren bleiben dabei in der Regel unberücksichtigt. Gerade bei einer Immobilienfinanzierung wird oftmals davon ausgegangen, dass das günstigste Angebot gleichzeitig das Beste ist. Doch ist das wirklich so? Ein konkurrenzfähiger Preis stellt in jeder Branche eine Grundvoraussetzung für den Erfolg und den Fortbestand des eigenen Unternehmens dar. Nicht anders ist es bei einer Bank, auch Preise von Bankprodukten und -  dienstleistungen müssen einem Konkurrenzvergleich standhalten. Wie in anderen Branchen sind qualitative Faktoren jedoch in einem Vergleich kaum zu berücksichtigen, da die Erwartungen und Anforderungen jedes Kunden individuell sind. Vor einer Entscheidung sollte man sich grundlegend Gedanken machen, welche Faktoren für einen persönlich wichtig sind. Vergleichen lässt sich dies beispielsweise mit einem Autokauf. Auch hier sind die Bedürfnisse jedes Käufers grundverschieden. Einem Kunden reicht es möglichst kostengünstig von A nach B zu gelangen. Hierzu benötigt er keinerlei Zusatzausstattung, er wünscht keine Serviceleistungen, keinen Ansprechpartner in der Garage etc. Einem anderen Kunden ist es aber wichtig, dass das Fahrzeug qualitativ hochstehend verarbeitet ist und neuste Sicherheitsstandards erfüllt, die Garage einen guten Service bietet und er bei Problemen fachlich gut ausgebildete Ansprechpartner hat. Diese beiden Kaufinteressenten haben völlig andere Vorstellungen und Erwartungen, wenn sie ein Fahrzeug kaufen. Ersterer wird vermutlich sehr gut fahren, wenn er sich in einem Vergleichsportal für das günstigste Fahrzeug auf dem Markt entscheidet. Der anspruchsvollere Kunde hingegen wird kaum glücklich, wenn er seinen Entscheid lediglich auf

den Preis des Fahrzeuges reduziert. Qualitative Faktoren spielen vorallem bei weitreichenden und langfristigen Entscheidungen wie der Wahl eines Bankpartners eine wichtige Rolle. Eine Nichtberücksichtigung dieser Aspekte kann in Zukunft viel weitreichendere Kosten und Folgen mit sich bringen, als ein möglicherweise minimal höherer Zinssatz bei Abschluss einer Finanzierung.

Qualität der Beratung

Der Kauf einer Immobilie stellt bei vielen Personen einen bedeutenden und oftmals einmaligen Schritt dar. Entsprechend wichtig ist es, diesen Schritt sorgfältig zu planen und dafür auch professionelles Wissen und Erfahrung von Fachleuten in Anspruch zu nehmen. Setzen Sie sich bereits in einer frühen Phase mit Ihrem (zukünftigen) Kundenberater zusammen und besprechen Sie mit ihm Ihre Pläne. Ein erfahrener und kompetenter Kundenberater, der sich idealerweise mit den regionalen Gegebenheiten auskennt, ist für eine nachhaltige Zusammenarbeit erfolgsentscheidend. Achten Sie bei der Wahl Ihres möglichen Finanzierungspartners darauf, dass Ihnen langjährige, fachlich gut ausgebildete und kompetente Kundenberater als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Es ist deren Aufgabe im Gespräch mit dem Kunden eine objektive Einschätzung bezüglich Realisierbarkeit des Finanzierungsvorhabens abzugeben und den Kunden über allfällige Risiken im Zusammenhang mit der geplanten Investition aufzuklären. Eine umfassende, professi-

onelle und individuelle Beratung durch einen verantwortungsbewussten Kundenberater gehört bei einer seriösen Bank ebenso zu einer Finanzierung dazu wie eine zeitnahe Kommunikation.

Drum prüfe, wer sich bindet

Neben der Qualität der Beratung und Service sollte auch das Bankinstitut als solches vertieft geprüft werden. Gerade bei der Immobilienfinanzierung handelt es sich in der Regel um eine Partnerschaft über verschiedene Lebensphasen hinweg. Oftmals wird dabei vergessen, dass man sich bei Abschluss einer mehrjährigen Festzinsvereinbarung nicht nur langfristig einen Zinssatz sichert, sondern dass sich die Kunden in der Regel auch an ein Bankinstitut binden und Einschränkungen in der Flexibilität hinnehmen müssen. Fragen wie nachhaltig und kontinuierlich sich die Bank in der Vergangenheit in der Region und im Kreditgeschäft positioniert hat, müssen unbedingt geklärt werden. Auch wie sie sich in früheren Krisen oder im aktuell unsicheren Umfeld gegenüber ihren Kunden verhalten hat und wie kundennah und flexibel eine Bank bisher war, können interessante Anhaltspunkte bei der Wahl des richtigen Bankpartners liefern. Zudem sollte das Augenmerk darauf gelegt werden, ob die Bank die regulatorischen Mindestanforderungen bereits heute erfüllt. Damit sich die Wahl des Finanzierungspartners langfristig als richtig erweist, müssen neben dem Preis auch die qualitativen Aspekte berücksichtigt werden.

Patrick Cavelti Kundenberater Firmenkunden und Kredite bei der VP Bank

Über die Person Patrick Cavelti ist 2005 in die VP Bank eingetreten und seit 2009 als Kundenberater im Bereich Firmenkunden und Kredite tätig. Berufsbegleitend hat er sich während dieser Zeit an der Universität Liechtenstein zum Master of Science Banking and Financial Management (MSc) weitergebildet. Zuvor war Patrick Cavelti bei der Graubündner Kantonalbank tätig und hat sein Studium an der HTW in Chur zum eidg. dipl. Betriebsökonom FH erfolgreich abgeschlossen. Kontakt: +423 235 67 72 oder patrick.cavelti@vpbank.com www.vpbank.com


Holz strahlt natürliche Wärme aus und spricht unsere Sinne an

Von Asha Ospelt-Riederer

: Holz gehört zu den ältesten benutzten Pflanzenteilen in der Geschichte der Menschheit. Nach wie vor fühlen sich die meisten Menschen wohl in Holzhüllen. Ein Streifzug durch die Geschichte des Holzes im Innenausbau und warum wir immer wieder auf Holz zurückkommen.

Die Palette der Gestaltungsmöglichkeiten mit Holz ist riesengross. Im Ausstellungsraum der Roeckle AG, Vaduz, werden Sie bestens beraten.

In Einbäumen überquerte der Mensch Flüsse und Seen, dank Holz konnte er das erste Feuer entfachen und Hütten auf Pfählen auf dem Wasser bauen.

erhaft und tragfähig. Aufgrund seiner geringen Dichte bei einer gleichzeitig hohen Steifigkeit eignet sich Holz hervorragend als Baumaterial.

Die positiven Eigenschaften von Holz kannte man bereits, bevor die ersten Häuser im klassischen Sinn gebaut wurden: Holz ist relativ einfach zu bearbeiten, dau-

Holz ein zuverlässiger, solider Baustoff

Holz gab Bauten jeglicher Art nicht nur eine natürliche Hülle, sondern war auch haltbar und

widerstandsfähig. Der Werkstoff war also rundum praktisch. Holz als Schmuck konnten sich zunächst nur Adel und Klerus leisten. So entstanden besonders in Europa prunkvolle Säle. Ein Beispiel ist die im 18. Jahrhundert gebaute Stiftsbibliothek in St.Gallen. Die gesamte Inneneinrichtung wird von Holz dominiert und

der formvollendete Fussboden aus Tannenholz mit eingelassenen Sternen und Rankungen aus Nussbaumholz wird als besonders schützenswert angesehen, weshalb er von Besuchern nur mit Filzpantoffeln betreten werden darf. Die Stiftsbibliothek gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.


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Edle Holzarten – die Stimmungsmacher

Nach der Industrialisierung haben auch wohlhabende Bürger begonnen, das Interieur ihrer Häuser mit Ornamenten aus Holz auszustaffieren. So schmückten edle Holzarten bald auch die Wohnzimmer des Biedermeiers. Holz wurde zum Statussymbol des dritten Standes. Je seltener eine Holzart war, umso begehrter war sie. Von Japan bis Schweden präsentierte man so seinen Reichtum. Verschiedene Holzarten spiegelten dabei die Lebensart seiner Besitzer. Tannenholz, aus dessen langen und astfreien Brettern man Masten für Hochseesegler anfertigte, strahlte eine noble Schlichtheit aus. Das mit braunroten Sträh-

nen versehende Kirschholz, aus dem vorwiegend Tische und Kommoden hergestellt wurden, vermittelte Eleganz. Das beständige Eichenholz wurde zu einem Sinnbild für Dauerhaftigkeit. Das bereits erwähnte edle Nussbaumholz war ein Statussymbol, aus dem auch heute noch Armaturenbretter luxuriöser Autos hergestellt werden.

Trends in der Innenausstattung

Seither unterlag die Beliebtheit des Werkstoffes vielen Moden: Mal kleidete er Wohnräume grossflächig und mal nur minimal aus, mal wurde er fast ausschliesslich für Möbel verwendet, mal wollte man ihn nur in dunkler Ausführung, mal lieber

hell, mal natürlich, dann wieder lasiert. Die Zeit von ausschliesslich dem Status dienenden und überladenen Interieurs ist inzwischen definitiv vorbei. Wir schätzen tendenziell eher reduziert eingerichtete Wohnräume, in denen sich das Auge auf das Wesentliche konzentrieren kann. Dabei ist Heimeligkeit nicht mehr das oberste Ziel, wohl aber Wohnlichkeit. Wir wollen uns in Räumen aufgehoben und wohl fühlen.

Holz spricht unsere Sinne an, es ist lebendig und es riecht warm. Barfuss über einen Holzboden zu gehen ist eine Wohltat: Unbewusst erfassen die Füsse den Boden, seine Holzart, seine Verarbeitungs- und Verlegart und erfühlen seine Beständigkeit. Nicht nur wegen seiner Optik und Haptik, sondern auch, weil es die Luftfeuchtigkeit wirkungsvoll reguliert, hat Holz einen positiven Einfluss auf die Befindlichkeit des Menschen, wie Langzeitstudien aufzeigen konnten. Holz ist einfach schön und gut.

Holz – idealer Werkstoff für den Innenausbau

Weil Holz eine natürliche Wärme ausstrahlt, ist es ein idealer Werkstoff für den Innenausbau.

Parkett, Türen, Terrassenböden sind nur einige Produkte aus dem grossen Sortiment der Firma Roeckle AG in Vaduz Das Holzhandelsunternehmen Roeckle AG blickt auf eine langjährige Firmentradition zurück. Die Produktepalette reicht von rohen Latten und Brettern bis zum edlen Parkett und Haus-und Zimmertüren. Also sämtliche Materialien für alle holzverarbeitenden Betriebe und Privatkunden. In der Ausstellung lässt sich die grosse Vielfalt von Parkett und

Türen erleben. Mit der Lancierung der Mühleholzdielen aus robustem Eichenholz hat Roeckle sein Sortiment um weitere Highlights bereichert. Anhand von grossflächigen Muster gewinnen Sie einen Überblick über die aktuellen Parketttrends. Das Haus- und Zimmertürenprogramm ist variantenreich, von modern, elegant bis rus-

tikal. Ebenfalls bieten sie ein reichhaltiges Sortiment von Terrassenbelägen aus Laubund Nadelhölzern mit verschiedenen Oberflächenstrukturen oder thermischer Veredelung. Lassen Sie sich hier im Beisein ihres Architekten oder Handwerkers von kompetenten Fachleuten beraten. Sie finden auch in der Ausstellung im Lova-Center Vaduz einen Auszug

von unserm Parkett und Türenprogramm. Öffnungszeiten Ausstellung: Montag bis Freitag: 7.30 -12.00 Uhr,13.30-17.00 Uhr, Samstag nach Vereinbarung

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Verwaltung von Stockwerkeigentum professionell – begleitend – vermittelnd

Interview: Johannes Kaiser

bau:zeit Der Erwerb von Stockwerkeigentum hat in der Vergangenheit stark zugenommen. Hat dies ein Zusammenhang mit dem Bauboom der letzten Jahre? Daniel Bleisch: Diese Entwicklung hat mehrere Gründe, doch besteht sicherlich auch ein Zusammenhang mit der starken Bautätigkeit – insbesondere im Angebot von Eigentumswohnungen. Der Erwerb von Stockwerkeigentum wird zudem von weiteren Faktoren beeinflusst. Die Verfügbarkeit von Grund und Boden für den Bau eines Einfamilienhauses ist für viele Bauwerber und Familien in Liechtenstein immer weniger gegeben. So stellt sich ganz konkret die finanzielle Frage, wie junge Leute, Bauwillige oder Familien zu den «eigenen vier Wänden» kommen. Stockwerkeigentum ist eine Variante, bei der der Landpreis eingerechnet ist. Aufgrund von mehreren Wohnungseinheiten auf konzentriertem Raum ist der Landanteil pro Stockwerkeinheit viel geringer. Auf diese Weise ist eine Eigentumswohnung trotz zum Teil hohen Grundstückspreisen erschwinglicher. Stockwerkeigentum ist somit eine veritable Möglichkeit, um den Wunsch von Eigentum erfüllen zu können. Was sind die Vorteile von Stockwerkeigentum bzw. einer Eigentumswohnung? Eigentumswohnungen sind insbesondere aus finanziellem Aspekt sowie auch aus weite-

Das Zusammenleben von verschiedenen Bewohnern in einer Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft ist dann für alle von guter Wohn- und Lebensqualität geprägt, wenn die Spielregeln klar definiert sind und wenn sich die Bewohnerinnen und Bewohner auch gut verstehen. Die CONFIDA ist bestrebt, mit ihrem professionellen Know-how sowie ihrer 50-jährigen Erfahrung das Funktionieren in der Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft bestmöglichst zu erreichen.

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Daniel Bleisch, Immobilien-Verwalter mit eidg. Fachausweis T. +423 235 83 62, daniel.bleisch@confida.li

ren Gründen je länger je beliebter. Die Liegenschaftsverwaltung organisiert für alle beteiligten Stockwerkeigentümer den gemeinschaftlichen Betrieb, wie z. B. Erstellung der Betriebskostenabrechnung, Überwachung des Zustandes der Liegenschaft, Begleitung von Reparaturen, Unterhalts- und Sanierungsarbeiten, Führung und Kontrolle der Hauswartung, etc. Im Gegensatz zu einem Einfamilienhaus entfällt die Pflege der Umgebung, so beispielsweise das Rasenmähen oder die Schneeräumung im Winter. Wer den Alltag gerne anders nutzen und sich mehr auf

persönliche Freizeitaktivitäten konzentrieren möchte, schätzt die Vorzüge von Stockwerkeigentum. Die CONFIDA ist der Spezialist in der gesamten Immobilienbetreuung – insbesondere auch der Organisation und Betreuung von Stockwerkeigentum. Ja – neben den Verwaltungsmandaten von Mietobjekten betreuen wir einen wesentlichen Anteil an Liegenschaften mit Stockwerkeigentum. Damit eine gute Basis für einen reibungslosen Betrieb erzielt wird, ist es äusserst wichtig, dass die Spielregeln des Zusammenlebens sowie die ent-

Jeder Tag stellt mehrere Herausforderungen an mich: Probleme lösen, Fragen beantworten oder Kunden zufrieden stellen – und das schon über ein Jahrzehnt bei einem der grössten Immobilien-Dienstleister in Liechtenstein.

sprechenden gemeinschaftlich festgelegten Betriebs-Strukturen – organisatorischer und finanzieller Natur – klar geregelt sind sowie von allen verpflichtend eingehalten werden. Eine einvernehmliche und gute Organisation unter den Eigentümern ist das A und O. Wie wird dies erreicht? Da in einer Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft oft mehrere Personen mit unterschiedlichen Interessen unter demselben Dach leben, müssen sie sich an die gemeinschaftlichen Ordnungen (Nutzungs- und Verwaltungs-


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reglement, Hausordnung, etc.) ner Liegenschafts-Verwaltung  halten. Die Erfahrung zeigt, dass vollauf zum Tragen. So ist die Einrichtung eines sogenannten dies eine fachkundige und pro fessionelle Begleitung erfordert, Erneuerungsfonds sehr wichCONFIDA Immobilien AG denn je besser die Rechte und tig. Bei neueren Liegenschaften Zollstrasse 32/34 I FL-9490 Vaduz rebecca.gruber@confida.li Pflichten der Stockwerkeigen- ist ein solcher Fonds, aus dem +423 235 83 83 I www.confida.li Direkt: +423 235 83 58    tümer definiert sind, umso pro- künftige ausserordentliche Repa   blemloser gestaltet sich das Zu- raturen, Unterhalts- oder Sanie rungsarbeiten bestritten werden, sammenleben der Gemeinschaft. ein bewährtes Vorgehen. Wenn So ist die Stockwerkeigentümer- bei älteren Liegenschaften die Versammlung das oberste Organ, Äufnung eines Erneuerungsfonds versäumt wurde, kann es das die Spielregeln festlegt? Oberstes Organ in dem Sinne, bei anstehenden Investitionsardass die Stockwerkeigentümer- beiten unter Umständen zu Probversammlung wie beispielsweise lemen finanzieller Art kommen. 2.5-Zimmerwohnung 3.5-Zimmerwohnungen in einem Verein die Generalver- Wir von der CONFIDA weisen Schaanwald, Vorarlbergerstrasse 39 Triesen, Unterfeld 2+4 (Erstvermiesammlung nach einer klar festge- auf eine stetige jährliche Einlage 1. Obergeschoss, 45 m² tung Schmiede)Erdgeschoss / 1. + 2. legen Traktandenliste abgehalten in den Erneuerungsfonds hin. CHF 960.00 inkl. HK+NK akonto Obergeschoss, 87 m² wird. Dies können z.B. sein: GePreis auf Anfrage nehmigung der Jahresrechnung, So bietet die CONFIDA bei der VerEntlastung der Verwaltung, Ge- waltung von Liegenschaften einen nehmigung des Budgets und Ent- «Rundumservice» an? scheidungen über allfällige Anträ- Wir verfügen bei der CONFIDA ge der Stockwerkeigentümer u.v.m. über best ausgebildete Immobilien-Fachleute, die durch ihr Wie ist das Vorgehen, wenn Gebäu- Know-how, ihre Kompetenz und de-Reparaturen oder gar bauliche ihre Führungsqualität sowohl bei Sanierungen anstehen? Verwaltung von Mietobjekten, 3.5-Zimmerwohnung 4.5-Zimmerwohnung Diese Situation ist insbesondere Objekten im Stockwerkeigentum Vaduz, Sägagass 37 Vaduz, Egertastrasse 6 bei älteren Liegenschaften, bei wie auch bei weiteren Immobili2. Obergeschoss, 97 m² Dachgeschoss, 147 m² denen nach der ersten Generati- en-Dienstleistungen für ZufrieCHF 1'865.00 inkl. HK+NK akonto CHF 2'600.00 inkl. HK+NK akonto on ein Sanierungsbedarf ansteht, denheit und Wohlergehen aller eine spezielle Herausforderung. Beteiligten sorgen. So stehen wir Hier kommt das verantwortliche den Stockwerkeigentümern als und vertrauensvolle Handeln ei- kompetenter Partner zur Seite.

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einblicke

Von Verena Cortés

Rundum ein begeisterndes Erlebnis am Baustellentag 2014 : Der Baustellentag 2014, der von der 100pro!, Berufsbildung Liechtenstein, dem Baumeisterverband Liechtenstein und dem Amt für Bau und Infrastruktur ins Leben gerufen und im Mai zum zweiten Mal organisiert wurde, entpuppte sich zu einem vollen Erfolg.

Der Baustellentag 2014, der auf dem Areal des Pumpspeicherkraftwerks Samina in Vaduz seine Durchführung fand, zeigte künftigen Lehrstellensuchenden, jungen Leuten und der Bevölkerung, welche interessanten sowie vielseitigen beruflichen Tätigkeiten im Baumeistergewerbe angeboten werden. So wurden Berufe wie Maurer, Baupraktiker, Strassenbauer, Strassenbaupraktiker und Pflästerer anhand von Berufsschauständen, an denen junge Berufsleute ihr Können zeigten, vorgestellt. «Dies motiviert die Lernenden, dem interessierten Publikum live zu zeigen, welche Fähigkeiten in ihnen stecken und mit welcher Begeisterung sie ihren künftigen Job erlernen», führte Ivan Schurte, Leiter 100pro! – Berufsbildung Liechtenstein, aus.

Christoph Sele – WorldSkills-Teilnehmer 2015

Über die Schulter sehen konnte man auch dem WordSkillsTeilnehmer Christoph Sele, der Liechtensteins Farben im Fach «Maurer» im 2015 an den Berufsweltmeisterschaften in Brasilien vertreten wird. Christoph Sele wird vom Lehrbetrieb und Bauunternehmen Jonny Sele AG, Triesenberg, ausgebildet. Er wird im Übrigen bereits dieses Jahr auch bei den SwissSkills – den Schweizer Berufsmeisterschaften – in Bern teilnehmen.

Christoph Sele vertritt Liechtenstein im 2015 an den WorldSkills Berufsweltmeisterschaften in Brasilien.

Vermittlung der Begeisterung für den Bauberuf

«Es ist uns ein Anliegen, Begeisterung für den Bauberuf zu wecken», hob Beat Gassner, Präsident des Baumeisterverbandes, den Stellenwert des zweiten Baustellentages hervor. Bereits nach der Premiere des Baustellentages im 2012 war ein vermehrtes Interesse an den Bauberufen fest-

stellbar, ergänzte der Verbandspräsident der Baumeister, «dies hat uns zusammen mit der Berufsbildung Liechtenstein, 100 pro!, sowie dem Amt für Bau und Infrastruktur, Daniel Bader, Projektleiter Tiefbau, bewogen, erneut einen Baustellentag durchzuführen. Dieser hielt auch, was er versprach, das Interesse seitens der Bevölkerung war sehr gross.

Informationen über Landesbaustellen und Pumpspeicherkraftwerk Samina

Es wurde den Besucherinnen und Besuchern – Jugend, künftige Lehrlinge, Familien, Fachleute, einfach allen Interessierten – neben den Demos an den Berufsschauständen auch ein abwechslungsreiches, informatives und amüsantes Rahmenprogramm


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AMT FÜR BAU UND INFRASTRUKTUR

angeboten. Einerseits nutzte das Amt für Bau und Infrastruktur die Gelegenheit, die derzeit aktuellsten sowie wichtigsten Tiefbauprojekte im Land – wie die Landstrasse Vaduz, die Strasssenbaustelle beim der Hilti AG in Schaan sowie das S-Bahn-Projekt FL.A.CH – zu präsentieren und mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Andererseits boten die Liechtensteinischen Kraftwerke an, die Grossbaustelle des Pumpspeicherkraftwerks Samina, das vor Ort seit geraumer Zeit in Realisierung ist, zu besichtigen.

Walze und Bagger «fahren»

Viel Spass hatten Jung und Alt, sich selbst an das Steuer und an die Hebel der Baumaschinen zu setzen und unter Anleitung der fachkundigen «Baumeister» den Bagger oder die Walze zu lenken. Auch das Kulinarische kam nicht zu kurz, denn «bauen» macht durstig und hungrig. In einer kleinen Festwirtschaft gab es Wurst, Brot und Getränke, sodass der Baustellentag 2014 rundum zu einem tollen Erlebnis mit viel Informationen sowie Sensibilisierung und Begeisterung für Baumeisterberufe wurde.

Cassandra Senti und Ivan Schurte von der Berufsbildung Liechtenstein – 100pro!

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Das Steuern der Walze machte sichtlichen Spass!

Beat Gassner, Präsident des Baumeisterverbandes Liechtenstein (rechts).

Christoph Sele,

Liechtensteiner WorldSkillsTeilnehmer 2015 in Brasilien


Triesenberg – attraktive Gemeinde mit Aussicht ins weite Rheintal

Von Johannes Kaiser

: Die Gemeinde Triesenberg mit dem Malbun, Steg, Masescha und Gaflei ist nicht nur für die Gäste aus dem Ausland, sondern insbesondere für Liechtensteins Bevölkerung das nationale Ferien- und Naherholungsgebiet. Vorsteher Hubert Sele hebt im Gespräch hervor, dass ein sanfter nachhaltiger Tourismus für die Gemeinde Triesenberg auch eine wirtschaftliche Chance darstellt.

Hubert Sele, Gemeindevorsteher Triesenberg

bau:zeit Herr Vorsteher, mit Blick auf die elf Gemeinden Liechtensteins hat die Gemeinde Triesenberg doch einen speziellen und mit dem Alpengebiet Malbun einen unikaten Charakter? Hubert Sele: Ja – Triesenberg unterscheidet sich in vielen Belangen von den anderen Gemeinden. Wir sind eine Berggemeinde und damit sind beispielsweise das Bauen und die Bewirtschaftung der Böden mühsamer und aufwändiger. Triesenberg wird aufgrund seiner Lage

nie ein bevorzugter Standort für Industrie- und Finanzdienstleistungsunternehmen werden. Dafür bietet unsere attraktive Wohngemeinde eine herrliche Aussicht ins weite Rheintal und auf die Schweizer Berge und die Fahrzeit zu den Arbeitsplätzen in den benachbarten Talgemeinden beträgt nur etwa zehn Minuten. Eine spezielle Situation hat die Gemeinde Triesenberg mit den Höhenlagen auf der Rheintalseite, mit Steg und Malbun hinter dem Kulm sowie den sieben Gemeindealpen. Hier

kann Triesenberg der Bevölkerung Liechtensteins und der Region ein Ferien- und Naherholungsgebiet und zugleich einen Wintersport­ ort anbieten. Ein sanfter nachhaltiger Tourismus ist denn auch eine wirtschaftliche Chance für Triesenberg. Was uns auch noch von den anderen Gemeinden unterscheidet, ist unsere Walser-Abstammung und unser Dialekt, auf den wir stolz sind. Nicht nur für Triesenberger, sondern für viele Einwohnerinnen

und Einwohner «unter Ihnen» aus dem Talgebiet – Oberland wie Unterland – ist das Malbun eine beliebte Erholungsdestination. Ist diese Tendenz zunehmend? Malbun, Steg, Masescha und Gaflei werden als Ferien- und Naherholungsgebiet im Sommer und im Winter noch an Bedeutung gewinnen. Die Talgemeinden werden weiter wachsen und die Siedlungen dichter werden. Die Leute haben das Bedürfnis, sich in der Freizeit von der oft


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Was uns auch von anderen Gemeinden unterscheidet, ist unser WalserDialekt, auf den wir stolz sind.

Kulturell engagierte Vereine beleben das Dorfgeschehen.

hektischen Arbeitswelt erholen. Das Berggebiet vor der Haustüre bietet ihnen Tapetenwechsel, Sportmöglichkeiten und Erholung in der Natur. Welche Auswirkungen hat diese Aufgabe des «NaherholungsTourismus» auf die Bereiche der Infrastrukturen, des TourismusAngebotes, des Gästeservices usw. für die Gemeinde? Wenn der Tourismus als wirtschaftliche Chance genutzt werden soll, so bedingt dies für die Gemeinde auch gezielte Investitionen zur Bereitstellung und Unterhalt der entsprechenden Infrastruktur.

laufend beträchtliche Mittel in den Unterhalt und die Sanierung des bestehenden Strassen- und Werkleitungsnetzes investieren: In Kanalisationsleitungen (57 km), in Wasserleitungen (53 km) und in das Strassennetz, ohne Alp- und Waldstrassen (49 km). Triesenberg ist eine beliebte Wohngemeinde und kein Industriestandort. Dennoch verfügt Ihre Gemeinde über einige sehr engagierte Gewerbe- und KMUBetriebe?

Triesenberg verfügt über ein starkes Bau- und Baunebengewerbe, Dienstleistungsbetriebe in verschiedenen Sparten und im Tourismussektor gut aufgestellte Hotels und Restaurants. Diese Betriebe sind für Triesenberg enorm wichtig als Arbeitgeber und bieten zudem willkommene Ausbildungsplätze für unsere Jugend an. Vor dem Kulm ist Triesenberg in den letzten Jahren infrastrukturell sehr gut bestückt und modern

Ihre Gemeinde ist in den letzten Jahren einwohnermässig und bezüglich der Siedlungsausweitung enorm gewachsen. Die bautechnischen Aufwände für Erschliessungen, Kanalisationen und Strasseninfrastruktuen waren und sind doch sehr beträchtlich? Da muss ich etwas korrigieren: Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahren nur ganz langsam gestiegen und eine Siedlungsausdehnung nach aussen ist seit der Zonenplanung vor 14 Jahren nicht mehr der Fall. Neuerschliessungen mit Strassen und Werkleitungen gibt es praktisch nicht. Die Gemeinde muss aber

Der Stausee Steg prägt die wunderbare Berglandschaft.

ausgebaut worden, hinter dem Kulm sind einige Projekte im Tun? Nachdem mit der Dorfzentrumserweiterung das Verwaltungsgebäude mit Pflegewohnheim und das Vereinshaus fertiggestellt wurden, besitzt Triesenberg in der Tat ein modernes und wohl einzigartiges Dorfzentrum mit vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen. Unmittelbar in Zentrumsnähe befinden sich die Kirche, ein Hotel, Restaurants, die Post, Lebensmittelgeschäfte,


die Metzgerei, eine Papeterie und so weiter. Aber auch in Malbun wurde investiert: Als aktuelle Beispiele – neben den üblichen Unterhaltsaufgaben – möchte ich die nun abgeschlossene Strassenund Werkleitungserneuerung im Zentrum von Malbun, den Bau einer neuen Kunsteisplatzanlage und eines Gebäudes mit öffentlichen Einrichtungen, einer neuen Abfallsammelstelle und die Neugestaltung des Ortseingangsbereichs anführen. Wie man sagt, versteht es die Gemeinde Triesenberg immer sehr gut, die entsprechenden Geldmittel zu rekrutieren? Mit den relativ geringen Steuereinnahmen ist Triesenberg – wie verschiedene andere Gemeinden auch – auf den Finanzausgleich angewiesen. Und obwohl Triesenberg als flächenmässig grösste Gemeinde ein weitläufiges Strassen- und Werkleitungsnetz und das Liechtensteiner Feriengebiet

Verwaltungsgebäude und Pflegewohnheim St. Theodul im Dorfzentrum.

mit Steg und Malbun unterhalten muss, bekommen beispielsweise Balzers, Eschen oder auch Mauren gleiche oder gar höhere finanzielle Zuwendungen aus dem Finanzausgleich. Herr Vorsteher, noch zwei persönliche Fragen: Die Gemeinde Triesenberg ist mit dem Malbun

mit Sicherheit ein Aushängeschild des Liechtenstein-Tourismus. Wie lautet der Werbespot dazu aus Ihrem Munde? Im Frühling, Sommer, Herbst und Winter, vor dem Kulm und auch dahinter, Erholung, Essgenuss, Kultur und Sport findest du an diesem schönen Ort.

Welches ist Ihr Lieblingsort in Ihren Gemarkungen? Natürlich mein Zuhause in Rotenboden. Dann aber auch der Steg. Was die Vorfahren dort mit der besonderen Siedlungsform, der Ringbebauung und der Kulturlandschaft geschaffen haben, ist einzigartig.

Eisplatz – eine weitere Attraktion im Wintersportangebot : Mitte Mai wurde es endlich wahr. Nach verschiedenen ProjektAnläufen fand der Spatenstich für den Bau des eines neuen, mobilen Kunsteisplatzes mit Infrastrukturgebäude statt. Mit den beiden Projekten Eisplatz und Parkhalle, welche ebenfalls «grünes Licht» erhielt, wird das Naherholungsgebiet im Alpengebiet Malbun eine erhebliche Aufwertung erfahren. Mit dem Bau des Kurhauses Malbun in den Jahren 1907/1908 begann auch in Malbun «das goldene Zeitalter der Sommerfrischler». Niemand aber hätte es damals gewagt, den bösen Malbun-Geistern zu trotzen und in der Zeit nach Weihnachten im Malbuntal zu verbleiben. 1932 wurde der Bann durch die Malbun-Pioniere Maria und Simon Schroth-Hilti (Eltern von Elsi Vögeli) gebrochen. Sie öffneten ihr Kurhaus erstmals für den Winterbetrieb

und legten damit den Grundstein für die spätere Entwicklung des kleinen Malbuntals, das damals den Triesenberger Bauern als Maiensäss diente. Schnell einmal entdeckten Schweizer, Deutsche und Belgier das Kleinod am Fuss des Augstenbergs für ihre Sommer- und Winterferien.

Entwicklung zum Winterskiort

In der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde es im Hochtal

Malbun für einige Jahre wieder ruhig. Bedeutsam war dann der schnelle Aufschwung nach der Tunneleröffnung Gnalp-Steg (4. Dezember 1947). Anfangs der fünfziger Jahre liess Sepp Ender den ersten Skilift in Steg erbauen und richtete in Malbun mit einem Seilzug eine Aufstiegshilfe für Skifahrer ein. In den sechziger Jahren kam in Malbun-Steg die Zeit des grossen Aufbruchs. Skilifte, Hotels und Restaurants wurden erbaut; Malbun stand

touristisch vor grossen Herausforderungen, was im Jahr 1964 zur Gründung des Kurvereins Malbun führte.

Eisplatz – Alternative zum Skifahren, Langlaufen und Schneewandern

Auch heute noch ist Malbun im Sommer und Winter das Naherholungsgebiet für Liechtenstein und die Region. Im Winter locken die gut präparierten Pisten viele Skifahrer ins Malbuntal


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und Wintersportbegeisterte suchen abseits der Skipisten Erholung beim Schlitteln, Wandern, Skitourengehen oder auch beim Schlittschuhlaufen. Die Alternativen zum alpinen Skifahren sind auch dann wichtig, wenn die Liftanlagen wegen starkem Föhn stillstehen, wie das in der Vergangenheit oftmals der Fall war.

Kunsteisplatz Malbun

Leider konnte bei Föhn auf dem alten Natureisplatz eine Eisfläche zum Schlittschuhlaufen in der Regel aber auch nicht gewährleistet werden. Nach mehreren Jahren Vorbereitung, während der das Projekt immer wieder angepasst, das Raumprogramm verkleinert und laufend optimiert wurde, ist es nun endlich soweit: Malbun bekommt einen Kunsteisplatz.

Freuen sich auf den Start der Realisierung des Eisplatzes in Malbun: Vorsteher Hubert Sele (links im Bild), Roberto Trombini, Leiter Hochbau (neunter von links), die Architekten Norman Lampert und Patrik Beck (rechts aussen) sowie weitere Vertreter von öffentlichen und privaten Institutionen.

Meilensteine in der Entwicklung des Wintersports Malbun 1932 Kurhaus Malbun öffnet auch für den Winterbetrieb 1947 Tunneleröffnung Gnalp-Steg 1962 Erste Liftanlage in Malbun wird eingeweiht, Skilift Hochegg auf ca. 1900 m.ü.M 1963 Sesselbahn auf das Sareiserjoch (2000 m.ü.M) wird eingeweiht 1966 Eröffnung der Skilifte Schneeflucht und Täli 1973 Eröffnung des Natureisplatzes im Winter mit Tennisplatz als Sommernutzung 1999 Liftbetreiber stehen vor dem finanziellen Ruin, unter Einbezug der Bevölkerung, aller Dienstleistungsbetriebe (Hotelbetreiber, Geschäftsinhaber, Liftbetriebe usw.), Tourismusorganisationen und der öffentlichen Hand wird ein neues Leitbild für Malbun erarbeitet. Neben einer Verbesserung des Ortsbilds, einer Verkehrsberuhigung des Malbuner Zentrums werden unter anderem eine Parkhalle, ein Kunsteisplatz und ein Mehrzwecksaal gefordert 2003 Revision der Ortsplanung und des Ortsplanungskonzepts gemäss den Vorgaben des Leitbilds

2005 Ver- und Entsorgungsleitungen Bergrestaurant Sareis 2006 Neubau Sesselbahnen Hochegg und Täli 2006 Bau der Beschneiungsanlage 05-08 Revision der Bauordnung 2010 Umbau des Bergrestaurants Sareis 2012 Neubau Restaurant Schneeflucht 09-10 Erlass des Verkehrsrichtplans für den motorisierten Individualverkehr 2012 Bau des Hackschnitzel-Heizwerks Malbun 12-13 Strassenneubau mit Werkleitungen Alpenhotel – Talstation Sareisbahn 2013 Belagsarbeiten Parkplatz Schneeflucht und Optimierung Parkplätze 2014 Mobile Kunsteisplatzanlage mit Infrastrukturgebäude 14-15 Privates Parkhaus am Ortseingang von Malbun 14-15 JUFA Jugend- und Familiengästehaus


bildung jugend

Von Asha Ospelt-Riederer bau:zeit Mein Grossvater war Schreiner und ihm fehlte der kleine Finger einer Hand... Demis Sassi: Mir fehlt noch kein Finger und ich rechne auch nicht mit einem Verlust. Bei uns im Betrieb wird die Sicherheit grossgeschrieben. Natürlich arbeitet der Schreiner mit scharfem Werkzeug und kraftvollen Maschinen, an denen man sich verletzen könnte. Aber wenn man sich Zeit nimmt, alles richtig einzustellen und die Sicherheitsvorschriften einhält, dann kann nichts passieren. Ich finde es super, dass diese Vorschriften in meinem Lehrbetrieb so ernst genommen werden. Wolltest du schon immer Schreiner werden? Dass es eine Schreinerlehre werden sollte, war nicht von Anfang an, aber doch relativ schnell klar. Mir waren bereits in der Primarschule die handwerklichen Fächer am liebsten und im Werkunterricht habe ich am liebsten mit Holz gearbeitet. Ich habe auch öfters mit meinem Vater im Keller gebastelt. Nach der Schule habe ich dann aber in verschiedene Berufe reingeschnuppert: Vom Kindergärtner über den Gartenbauer bis zum Zimmermann. Und was hat dir bei der Schreinerlehre am meisten zugesagt? Dass man am Abend sieht, was man gemacht hat. Und dass man

Feuer und Flamme für Holz : Demis Sassi ist im dritten Lehrjahr zum Schreiner bei der Schreinerei Savoy in Vilters. Er spricht mit einer Begeisterung von seiner Arbeit, dass man sich am liebsten gleich selber hinter die Werkbank stellen würde. Und weil Worte manchmal nicht ausreichen um ein Projekt zu erklären, nimmt er während des Interviews auch gerne mal den Stift selber in die Hand um Skizzen und Minipläne anzufertigen. jeden Tag etwas dazulernt. Wie halte ich das Holzteil am besten? Wie könnte ich diesen Ablauf noch vereinfachen? Bevor ich mich beworben habe, war ich bei verschiedenen Schreinereibetrieben sieben oder acht Mal in einer Schnupperlehre. Wie sieht ein normaler Arbeitstag aus? Das kommt auf die Jahreszeit an. Im Winter beginnen wir um 07.15 Uhr, im Sommer eine Vierstelstunde früher. Nach einer kurzen Begrüssung besprechen sich die Arbeiter mit dem Chef, dann sprechen wir Lehrlinge uns mit dem Chef ab. Um etwa 09.00 Uhr machen wir eine kurze Znünipause. Am Mittag habe ich eine Stunde Zeit für mich. Nach der Mittagspause nehmen alle wieder ihre Arbeit auf und um 17.00 bzw. 17.15 Uhr ist Arbeitsschluss. Am Freitagnachmittag hören wir Lehrlinge früher auf und räumen die Schreinerei auf bis Arbeitsschluss. Wie hast du den Wechsel von der Oberstufe ins Berufsleben erlebt? Ich habe mich sehr darauf gefreut, fand ihn anfangs aber auch sehr streng. Ich musste plötzlich viel früher aufstehen als in der Schule. Und ich muss sagen, ich bin nicht gerade ein Morgenmensch. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und bis ich im Geschäft bin, bin ich auch fit.

Demis Sassi macht seine Lehre so richtig Freude, er wird bei seinem Betrieb «Schreinerei Savoy» in Vilters auch vorbildlich betreut und gefördert.

Dann bist du froh, wenn du einmal wöchentlich zur Schule ins BZB gehen kannst? Das ist nicht weniger streng. Am Anfang hatte ich meine liebe Mühe mit der Mathe. Jetzt läuft es aber besser. In einigen Wochen habe ich meine erste wichtige praktische Prüfung. Wir bekommen zehn Aufgaben, die wir innerhalb von zehn Stunden lösen müssen. Wir müssen Pläne richtig lesen, nach Mass arbeiten und die Zeit einhalten können.

Bist du nervös? Fühlst du dich gut vorbereitet? Nervös bin ich schon ein wenig. Aber ich habe das grosse Glück, in einem tollen Lehrbetrieb arbeiten zu dürfen. Mein Chef schaut uns Lehrlingen gut auf die Finger, er kontrolliert und bespricht mit uns auch regelmässig die Arbeitsprotokolle. Ich darf am Samstag jeweils in den Betrieb kommen und Übungsaufgaben für die Prüfung lösen. Das sind gute Voraussetzungen.


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Schreinerei Savoy, ein Team mit Fähigkeiten und 4 Lernenden

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Haus der Jugend und Vereine im Malbun in neuem Outfit

Von Jnes Rampone-Wanger Fotos: Oliver Hartmann

: Das Jugendhaus Malbun bietet für viele Jugendliche und Vereine aus Liechtenstein und der Region eine beliebte Lager-, Freizeit- und Feriendestination – dies im Sommer und Winter. Es ergänzt das bestehende Angebot von Unterkünften und touristischen Nutzungen ideal. Exakt auf die Sommerzeit präsentiert es sich nach einer Generalsanierung sowie Modernisierung in neuem Outfit.

Im Jahre 2009 wurde vom Land Liechtenstein eine Zustandsanalyse vom Jugendhaus Malbun erarbeitet, mit dem Ziel, alternative Szenarien zu entwickeln und die unterschiedlichen Interventionstiefen zu definieren. Auf Basis der Zustandsanalyse und der daraus erarbeiteten Projektdefini-

tion inkl. einem Kostenrahmen beauftragte die Regierung das Amt für Bau und Infrastruktur vor vier Jahren mit der Sanierung der Gebäudehülle inkl. wärmetechnischer Massnahmen, Renovation sämtlicher inneren Oberflächen, Sanierung von Infrastrukturräumlichkeiten (Kü-

che, WC- und Duschanlagen), Ersatz von gebäudetechnischen Systemen (Brauch- und Heizwasseranlage, Elektroinstallationen) und mit umfassenden Massnahmen zur Sicherstellung der Behindertengerechtigkeit. Als Architekt wurde Patrik Beck, architektur PITBAU, und

für die Bauleitung Norman Lampert, Lampert Architektur AG, beauftragt. Im April 2013 folgte der Bau- und Sanierungsbeginn und heute Samstag, 7. Juni 2014, wird das «neue» Jugendhaus Malbun feierlich wiedereröffnet und offiziell seinem Betrieb übergeben.


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Der Architekt: Patrik Beck, architektur PITBAU, Triesenberg

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Wir haben vom Land Liechtenstein den Auftrag für die Renovation des Jugendhauses Malbun erhalten. Vorgängig wurde eine Zustandsanalyse erstellt, welche als Grundlage für die weitere Bearbeitung diente. Der Bestand weist eine saubere Gebäudestruktur auf, hat keine Schnörkel und ist funktional. Die Grösse der Räume für Aufenthalt, Waschbereich und Schulung sind gross genug und entsprechen den Erfordernissen einer maximalen Bettenbelegung. Die Schlafräume sind etwas eng und knapp bemessen, anderseits haben diese aber dadurch auch den gewünschten Lagercharakter. Das Gebäude war wärmetechnisch und vom

Ausbau her in die Jahre gekommen. Es gab kein Lift und keine WC- und Waschräume für Behinderte. Die Installationen waren alt und teilweise nicht mehr funktionsfähig. Es wurde entschieden, den Bau auf den Rohbau zurückzusetzen, somit konnten alle Leitungen neu verlegt werden. Mit dem neuen Unterlagsboden konnte eine Niedertemperatur Bodenheizung eingebaut werden. Durch diese Vorgehensweise war es auch möglich, relativ einfach dort Anpas-

sungen vorzunehmen, wo es nötig war – sei dies ein grösseres Fenster oder beispielsweise eine bessere Einteilung einer Nasszelle. Die saubere Gebäudestruktur wurde nicht verändert. Funktionell gab es vor allem Bedarf bezüglich einer behindertengerechten Erschliessung der drei Geschosse und des Speisesaales, welcher früher Stützen hatte und so etwas beengt und nicht so flexibel bestuhlbar war. Das Gebäude weist drei Geschosse auf, die Schulungsräume im Untergeschoss waren und sind erneut um wenige Tritte tiefer als der andere Teil des Untergeschosses. Es war klar, wenn ein Lift eingebaut würde, sollte dieser auch alle Bereiche des Gebäudes erschliessen. Der Aufzug konnte so positioniert werden, dass die gewünschte Erschliessung möglich wurde. Das Dach des Speisesaales wurde so abgefangen, sodass die Stützen entfernt werden konnten und so eine flexiblere Nutzung des Speisesaales ermöglicht wurde. Die Zwischendecke wrude entfernt und die bestehende Fensterfront auf den Boden erweitert. Der Spei-

Marxer_Inserat204x68mm-farbig:Marxer_Inserat204x68mm-farbig.qxd 08.11.2011 17:03 Seite 1

sesaal wirkt durch diese Massnahme freundlich und hell. Der Hallenbereich im Erdgeschoss wurde gegen den Sitzplatz offener gestaltet, die wenigen verwinkelten und abgeschrägten Ecken wurden begradigt und ergaben so gut ausgenützte Nasszellen. Die Fassade wurde aussen wärmegedämmt und mit einer hinterlüfteten Fassade aus Tannenholz passend zur Umgebung verkleidet. Wärmetechnisch präsentiert sich das Gebäude heute auf dem neusten Stand. Die alte Ölheizung wurde ausgebaut und das Gebäude erhielt einen Fernwärmeanschluss an das Heizwerk Malbun, sämtliche Installationen wurden neu verlegt. Zusammengefasst präsentiert sich das Gebäude heute in einem neuen Zustand mit moderner Technik sowie mit klaren architektonischen Linien. Die Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Bau und Infrastruktur, dem Schulamt, dem Hausverwalter, der Bauleitung, den Handwerkern und sämtlichen Beteiligten war sehr angenehm und zielführend. In diesem Sinne bedanke ich mich recht herzlich bei allen Akteuren.

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Jugendhaus hat an alpinem Charme gewonnen Marlies Amann-Marxer, Infrastruktur-Ministerin der Fürstlichen Regierung

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Das Jugendhaus Malbun ist einzigartig. Ich denke dies jedes Mal, wenn ich auf der Fahrt ins Malbun auf Höhe des Kalberböchels automatisch den Kopf nach rechts drehe. Nur um zu schauen, ob es denn auch noch steht. Wer von uns hat nicht einen Bezug zu diesem Gebäude? Viele verbinden das Jugendhaus mit den ersten Lagererfahrungen, mit nächtelangen Gesprächen oder Schneeballschlachten vor dem Abendessen. Kurz, das Jugendhaus steht für viel Spass abseits des Schulalltags.

Das Jugendhaus hat mit der durchgeführten Renovation seinen ursprünglichen Charakter als Ferienlager in den Bergen behalten. Seine Architektursprache ist jetzt eine andere, das Gebäude hat an alpinem Charme gewonnen. Für den respektvollen Umgang mit der Situation gebührt allen Beteiligten Anerkennung und Respekt. Das Resultat zeigt mir, dass der Entscheid für eine Sanierung des bestehenden Gebäudes richtig gewesen ist. Denn beim Jugendhaus geht es nicht nur um sportliche Aspekte. Die Jugendlichen im

Lande erleben während ihrer Primarschulzeit mindestens ein Sommer- sowie ein Winterlager in diesem speziellen Haus. Dabei lernen sie die heimische Bergwelt kennen, und vielleicht auch schätzen. Es freut mich daher umso mehr, dass wir unseren Jugendlichen auch zukünftig die Möglichkeit geben können, diese Erfahrungen zu machen. Denn es sind solche Erlebnisse, die identitätsstiftend wirken. In diesem Sinne werde ich immer dann

bestätigt, wenn ich nach meinem eingangs erwähnten Kontrollblick beruhigt feststelle, dass das Jugendhaus noch steht.

Was bietet das Jugendhaus den Gästen in Zukunft? Markus Verling, Leiter des Amtes für Bau und Infrastruktur

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Das Jugendhaus bietet auch zukünftig die bewährten Nutzungen als Sommer- und Winterlager für die liechtensteinischen Schulen und verschiedene weitere Institutionen an. Es bietet Platz für ca. 60 bis 65 Lagerteilnehmer. Nebst der Nutzung als Sommerund Wanderlager ist das Haus vor allem über die Wintermonate sehr begehrt und wird alljährlich rege genutzt. Lagerteilnehmer

sind vornehmlich die Primarund Sekundarschulen Liechtensteins. Weitere Nutzer sind unter anderen die Caritas-Sommerlager, liechtensteinische Vereine mit Jugendförderung sowie ausländische Schulen, Gruppen und Vereine. Auch als Unterkunft bei Grossanlässen in Liechtenstein wird das Jugendhaus gerne angefragt und genutzt: z. B. Liegames,

Special Olympics usw. Daraus resultierend ergibt sich eine Auslastung von gesamthaft ca. 1350 Lagerteilnehmern in der saisonbedingten Belegungszeit von ungefähr 35 Wochen pro Jahr. Das Jugendhaus ergänzt das bestehende Angebot an Unterkünften und touristischen Nutzungen ideal. Wie sich die Belegungszahlen künftig entwickeln, wird sich zeigen.

Nach der Totalsanierung präsentiert sich das Jugendhaus heute in einem technisch, energetisch sowie auch betrieblich einwandfreiem Zustand und kann den zukünftigen Nutzern übergeben werden.


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Welche Gründe führten zur Generalsanierung? Dieter Goop, Leiter Projektierung beim Amt für Bau und Infrastruktur

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Die Liegenschaft wurde seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1971 das letzte Mal im Jahre 1985 renoviert und in diesem Zusammenhang mit einem Einfamilienhaus für das Verwaltungspersonal erweitert. Mit der Ausnahme einer Dachsanierung im Jahr 2003 wurden keine grösseren Umbauarbeiten oder Erneuerungen vorgenommen. In den letzten Jahrzehnten wurden die üblichen Instandhaltungsarbeiten getätigt. Erforderliche Massnahmen neben den gesetzlich geforderten sind umfangreiche Sanierungen

im Bereich der Duschen und der Küche sowie eine Sanierung diverser Einzelbauteile im Innenund Aussenbereich der gesamten Liegenschaft. Bezüglich der Gebäudetechnik ist festzuhalten, dass viele Komponenten des heute 43-jährigen Gebäudes ihre zu erwartende Lebensdauer längst überschritten hatten und diverse Systeme nicht mehr dem Stand der Technik bzw. den gesetzlichen Vorschriften entsprachen. Massnahmen und Ergänzungen im Bereich der Brauch- und Heizwasseranlagen sowie der

Elektroinstallationen waren zwingend notwendig. Eine energetische Sanierung der Gebäudehülle war aufgrund der alpinen Lage – 1'447 M.ü.M. – ebenfalls zwingend. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Jugendhauses drängte sich eine umfassende Sanierung mit weitreichenden energetischen Massnahmen des Gebäudes auf. Die Regierung beauftragte im Juni 2012 das ehemalige Hochbauamt (heute das Amt für Bau

und Infrastruktur) mit der Umsetzung des Projektes mit einem Finanzbedarf von CHF 4‘400‘000 (ohne Baukostenteuerung).

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Was hat sich im Vergleich zum «alten» Jugendhaus alles verändert? Marco Hohenegger, Projektleiter, Amt für Bau und Infrastruktur

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Das Jugendhaus wurde aussen wärmegedämmt und mit einer hinterlüfteten Fassade aus Tannenholz passend zur Umgebung verkleidet. Die saubere Gebäudestruktur konnte beibehalten werden. Neu ist das Jugendhaus behindertengerecht und mit einem Lift ausgestattet. Dieser konnte so positioniert werden, dass alle Geschosse im Haus erschlossen sind. Die Zwischendecke im Speisesaal wurde entfernt und die bestehende Fensterfront bis auf den Boden gezogen. Das Hauptdach über dem Speisesaal wurde neu so verstärkt, dass die beiden Stützen entfernt werden konnten. Durch diese Massnahme wirkt der Speisesaal sehr freundlich und einladend.Der bestehende Unterlagsboden wurde abgebrochen und mit einer Dämmung neu gegossen. Dadurch konnten alle Leitungen relativ einfach erneuert und anstelle von Radiatoren eine Bodenheizung verlegt werden, was für den Betrieb und den Unterhalt einen erheblichen Vorteil bringt.

Der Anschluss mittels Fernwärmeleitung an das Heizwerk Malbun bringt zusätzliche Vorteile, wie z. B. keine Sanierungs- und Erneuerungskosten der Heizanlage nach 15 bis 20 Jahren, umweltverträglicher Betrieb (CO2-neutral), keine Belästigung durch Rauchgeruch, weniger Wärmeverluste sowie einen passablen Raumgewinn im Jugendhaus (Nutzung ehemaliger Technik- sowie Tankraum). Es handelt sich um ein sehr gelungenes Werk, das in Zukunft den Nutzern mit Sicherheit sehr viel Freude bereiten wird.

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Eine Gebäudesanierung nach Kriterien der Nachhaltigkeit Im Gespräch mit Gantner Rosemarie, Beraterin für Bauökologie und Nachhaltigkeit bei der Lenum AG, Vaduz, über die bauökologischen Zielsetzungen bei einer Gebäudesanierung – am Beispiel des Jugendhauses Malbun. bau:zeit Frau Gantner, bauökologische Vorzeigebauten sind oft Neubauten. Kann auch eine Gebäudesanierung nach den Kriterien von Bauökologie und Nachhaltigkeit erfolgen? Rosemarie Gantner: Bauen ist eine der Aktivitäten unserer Wirtschaft, bei der am meisten Material umgesetzt und Ressourcen verbraucht werden. Die Verlängerung der Lebensdauer eines Gebäudes ist eine sinnvolle Massnahme, um nicht nur finanzielle sondern auch materielle Ressourcen zu schonen. Worauf wird dabei besonders geachtet? Neubauten sind sehr energieeffizient, verbrauchen dafür aber viel graue Energie für die Herstellung der Baustoffe. Bei Gebäudesanierungen kann viel Material und damit graue Energie gespart werden. Dafür ist es etwas aufwändiger, dem alten Gebäude eine wärmetechnisch gut gedämmte Gebäudehülle überzuziehen. Beim Jugendhaus ist das vorbildlich gelungen. Zudem wurde die alte Ölheizung durch einen Anschluss an die Fernwärme mit

Hackschnitzeln ersetzt. Diese Massnahmen zusammen verbessern die Klimabilanz des Jugendhauses massiv. Und worauf wurde in Bezug auf die späteren Bewohner geachtet? Wie bei Neubauten, die wir bauökologisch begleiten, wurde auch beim Jugendhaus darauf geachtet, dass nur schadstofffreie Produkte eingesetzt werden. Dazu gehört die Unterstützung des Architekten bei der Auswahl der Materialien und bei der Formulierung von Zusatzbedingungen wie der Lösemittelfreiheit als Teil der Ausschreibung. Da scheint am Schluss die Rechnung ja für alle aufzugehen – für die Umwelt und die Nutzer. Ist dieses Vorgehen auch bezahlbar? Aus Sicht der Nachhaltigkeit sind die Lebenszykluskosten entscheidend. Die Gesamtstrategie muss stimmen, so dass am Ende der Lebensdauer die finanziellen Gesamtaufwendungen am geringsten sind. Dazu gehört auch die Auswahl von Oberflächen, die einfach sind im Unterhalt. Dies sind beispielsweise Linoleum und

Feinsteinzeugfliesen. Beide sind robust und einfach in der Reinigung. Die Fassadenschalung aus Weisstanne benötigt praktisch keinen Unterhalt. Wie bei ortstypischen Stallbauten wird sich eine graue Patina entwickeln. Wenn nach Jahrzehnten die nächste Sanierung ansteht, lässt sich die Fassade problemlos erneuern. Gerade bei einem Jugendhaus sind solche Betrachtungen sehr wichtig.

Die Zustands- und Potentialanalyse als Grundlage für eine Gebäudesanierung Bei der Zustandsanalyse von bestehenden Bauten werden alle Gewerke und Themenkreise systematisch untersucht. Nebst der Zustandsbeurteilung von Bauteilen wie Gebäudehülle und technischen Anlagen, gehören dazu beispielsweise auch die Betrachtung der Nutzungsqualität, der Barrierefreiheit sowie des Energieverbrauchs. Die Teilergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst und in einen Gesamtzusammenhang gebracht. Daraus lassen sich verschiedene Szenarien mit Massnahmenplänen und deren Kosten entwickeln. Die Szenarien können von Rückbau bis zu einer umfassenden Modernisierung reichen. Auf dieser Basis können strategische Entscheide getroffen werden. Die Analyseergebnisse sind auch eine fundierte Grundlage für die folgende Projektierung zur Umsetzung. Die Lenum AG hat die Systematik zur Zustandsanalyse zusammen mit dem Amt für Bau- und Infrastruktur entwickelt und wendet diese in Zusammenarbeit mit Architekten und Fachplanern bei öffentlichen und privaten Bauten an.

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Sanierung Jugendhaus Malbun Das Jugendhaus im Malbun ist ein Ort der Erinnerungen. Das durften auch August und Franz-Josef Beck vom Gipsergeschäft «Gebrüder Beck AG» in Triesenberg für sich erfahren, als sie dort gemeinsam mit ihrer Belegschaft den Auftrag für Innere Verputzarbeiten und Trockenbauten im Dezember des vergangenen Jahres anpacken durften.

Die Geschäftsleitung der «Gebrüder Beck AG», August und Franz-Josef Beck bedanken sich bei der Bauherrschaft für den Auftrag im Jugendhaus Malbun. Denn immerhin verbringt praktisch jedes Kind während der Schulzeit einige Tage im Jugendhaus-Lager, sei es für eine Wander- oder Skiwoche. Und so erinnerten sich die beiden Geschäftsleiter wie auch die Söhne von August Beck, Lukas und Raffael, die in zweiter Generation im Unternehmen arbeiten, an manche Episoden aus vergangenen Tagen. Dabei stellten beide

Im Jugendhaus Malbun wurden ausschliesslich mineralische Putze verarbeitet.

Generationen schmunzelnd fest, dass sich die Geschichten ähneln. Sanierung nach ökologischen Gesichtspunkten Mit dem Grundsatzentscheid der Regierung, das Jugendhaus in Malbun, das im Jahr 1971 erbaut und 1986 minimal erweitert wurde, zu sanieren, ging dem Auftrag einher, dass die Renovationsarbeiten und Umbauten nach ökologischen Gesichtspunkten erfolgen sollten. Immerhin handelt es sich um ein öffentliches Gebäude, in welchem vor allem Kinder und Jugendliche verkehren. Entsprechend wurden die im Jugendhaus tätigen Unternehmen auch von der in der Energie- und Umweltberatung tägigen Firma Lenum AG aus Vaduz begleitet. Für die Inneren Verputzarbeiten bedeutete diese ökologische Grundhaltung, dass ausschliesslich mineralische

Putze verarbeitet wurden. Das verwendete mineralische Sanierputzsystem stammt vom regionalen Putzhersteller Röfix AG in Sennwald.

Gebrüder Beck AG › Sitz in Triesenberg › 1991 von den Gebrüdern August und Franz-Josef Beck gegründet › 8 Mitarbeiter, 1 Lehrling › Ausführung sämtlicher Gipserarbeiten im Innenund Aussenbereich www.gebr-beck.li

Brandschutz Im Bereich des Trockenbaus war das Augenmerk stark auf den Brandschutz gerichtet. Hier galt es für die Gebrüder Beck AG Brandschutzverkleidungen zu schaffen. Tragende Bauteile und Steigzonen wurden verkleidet. Hierzu werden selbst Stahlstützen entsprechend verkleidet, damit im Brandfall eine Schwächung tragender Bauteile möglichst lange verzögert wird. Dank an die Bauherrschaft Die Gebrüder Beck AG war von November bis März mit bis zu fünf Gipsern im Jugendhaus Malbun beschäftigt. Das Wetter spielte in dieser Zeit hervorragend mit und die Arbeiten konnten planmässig durchgeführt werden. Die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter der Gebrüder Beck AG bedanken sich herzlich beim Land Liechtenstein als Bauherrschaft.


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Einfamilienhäuser an der Hellbock-Gasse in Gamprin

Besten Dank für den geschätzten Auftrag: Sämtliche Gipserarbeiten (Innen) und Aussendämmung. Bauen aktuell wird Ihnen präsentiert von:

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Innere Verputzarbeiten sowie spezielle Gipserarbeiten. Innere Verputzarbeiten sowie Innere Verputzarbeiten sowie speziellespezielle Gipserarbeiten. Gipserarbeiten. paul.schurte@adon.li Gipsergeschäft Gerüstbau . Aussen-Isolation . Fassaden-Sanierungen Gipsergeschäft Gipsergeschäft

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Mehrfamilienhaus im Unterfeld in Triesen

bau:zeit Ausgabe 26  

Zeitschrift für Bauen, Immobilien und Lifestyle – aus Liechtenstein für die Region

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