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Banken: Zwischen 8 und 9 Prozent Zinsen pro Jahr schuldet die Sparkasse Köln-Bonn den Städten Köln und Bonn sowie die Commerzbank dem staatlichen Bankenrettungsfonds „Soffin“ für die stillen Einlagen, die ihnen über die Finanzkrise helfen sollen. Da die Kreditinstitute 2009 voraussichtlich keine Gewinne gemacht haben, gibt’s für die generösen Geldgeber auch keine Zinsen.

Kleine Unternehmen: So viel zahlen die Ehrenfelder Unternehmen Biomöbel Genske und Feu-Ki ihren stillen Teilhabern. Genussmittelhändler Feu-Ki gibt 6 Prozent pro Jahr. Genske zahlt eine Mindestverzinsung von 4 Prozent und einen Bonus, die 2008 zusammen mehr als 10 Prozent ergaben. Im Durchschnitt bekamen seine Investoren durchschnittlich 6,17 Prozent pro Jahr.

Große Unternehmen: Für diese Zinsen haben deutsche Konzerne (ohne Banken) Geldgeber gefunden. Zu Beginn der Finanzkrise mussten sie durchschnittlich bis zu 8 Prozent locker machen, um Anleger von ihren Unternehmensanleihen zu überzeugen. Der Staat: Günstiger als alle Unternehmen verschuldet sich die öffentliche Hand. Kommunen, Länder und Bund müssen derzeit nur rund 4 Prozent Zinsen bieten, damit Anleger deren Anleihen zeichnen und damit die Staatsverschuldung ermöglichen.

Tagesgeldkonto & Co.: Geld auf Konten mit täglicher Verfügbarkeit oder kurzer Kündigungsfrist bringen zurzeit weniger als 2 Prozent.

Quellen: Deutsche Bundesbank, Soffin, Firmenangaben

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