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Ehrenfeld – nur ein Karnevalsgag? „ICH SIN, DAT DÄ FASTELOVVEND NIT RÄCH MIH TRECKE WELL, WESST EHR WAT, MEER WELLE EN NEU STADT BAUE, UN DANN SOLLE SE WAHL KUMME.“ (www.bv-4.de)

Im Jahre 1845 trafen sich in der alten Brauerei „Zum Kaiser“ auf der Ehrenstraße 86 in der Kölner Innenstadt ein paar karnevalsverrückte Kölner. Da aber die Vorbereitungen für das närrische Treiben nicht so recht gelingen und die ausgelassene Stimmung nicht aufkommen wollte, überraschte der damals sehr bekannte Antiquar und Buchdrucker Franz Anton Kreuter seine Freunde mit einer Idee, die ihn schon längere Zeit beschäftigte: Man solle einfach vor den Toren Kölns eine neue Stadt bauen, damit Köln größer werde. Es dauerte genau 30 Jahre, vier Monate und 14 Tage bis aus einer Idee eine Stadt wurde: Innerhalb dieser Zeitspanne ist Ehrenfeld quasi aus dem Nichts entstanden – eine moderne Stadt vor den nordwestlichen Toren Kölns!

Basierend auf der Diplomarbeit „Konzeption und Entwurf von Kommunikationsmitteln für den Stadtteil Köln-Ehrenfeld“ von Kerstin Rößler. Text bearbeitet von Prasanna Oommen

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neue Stadt Wie damals Anton Kreuter planen auch heute Leute das Viertel neu. Seite 41

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ef#1 – Die erste Ausgabe

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