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kriminalität, Betrug durch Mitarbeiter sowie Schäden bei Kunden, die von klassischen Betriebs- und BerufshaftpflichtVersicherungen nicht gedeckt sind, haben mitunter massive Auswirkungen. Das führt zu wirtschaftlichen Problemen und ggf. zu Reputationsschäden. Insbesondere Hackerangriffe treffen vermehrt KMUs, nicht nur Großkonzerne wie die Telekom, deren Router-Ausfälle Ende November Hunderttausende von T-Kunden vom Netz abschnitten.

siken für den Unternehmer ausgeschlossen sind, denn: Unwissenheit schützt vor den Folgen nicht. Risikokategorie 3: Sicherung Personal und Liquidität Seit einigen Jahren gibt es staatliche Förderungen und Maßnahmen, die zu wirtschaftlicher Entlastung und wertvoller Mitarbeiterbindung führen können, die jedoch weitgehend unbekannt sind. Hier deckt der Schnell-Check Potenzia-

und externen Bedrohungen auf, ohne kostspielige Prüfungen im Vorfeld. Erst die klar identifizierten Gefahren werden detailliert geprüft. Diese werden präzise erarbeitet und dargelegt – unabdingbare Voraussetzungen für jede Prävention. Zu externen unternehmerischen Bedrohungen gehören auch Marktentwicklungen wie die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik auf die betriebliche Altersvorsorge, auch wenn diese ausschließlich aus Gehaltsumwandlungen besteht. Denn Arbeitgeber haften für die erteilten Versorgungszusagen Dritter. So können die Unternehmer zum Ausgleich einer reduzierten Auszahlung durch eine Pensionskasse oder Versicherungsgesellschaft verpflichtet sein.

Wer sich frühzeitig um Risiken und Haftungsfallen kümmert, erhält sich Handlungsfähigkeit bei Angriffen durch Dritte und in Krisenfällen. Risikokategorie 2: Managementhaftung bis ins Privatvermögen Management- und Haftungsfallen, die bei Nichtbeachten von Gesetzen und durch Compliance-Verstöße entstehen, treffen die Unternehmer und Organe persönlich. Hier haftet zudem jeder Manager ressortübergreifend auch privat für seine Kollegen mit. Es gilt zu verhindern, dass für Verstöße von Dritten mit dem eigenen Privatvermögen gehaftet werden muss. Die Unternehmer müssen Klarheit haben, ob gesetzliche Vorgaben z.B. bei Arbeits- und Datenschutz erfüllt sind, damit im Schadensfall Haftungsri-

le auf, gibt Hilfestellungen und Handlungsoptionen für bessere Liquidität im Unternehmen. Für Selbständige und Inhaber eines KMU – der Weg von Risiken zur Absicherung umfasst immer drei Schritte. 3 Schritte vom Risiko zur Absicherung Schritt 1: Schnell-Analyse der Situation, Identifikation unerkannter Risiken und Haftungsgefahren CONAVs einfach einsetzbare Erstanalyse deckt schnell die gröbsten internen

Schritt 2: Entwicklung interner Pläne für Prävention und Umgang mit dem Ernstfall Abzuwägen gilt es, wie mit Gefahren und Haftungsfällen umgegangen wird. Gegen welche Risiken müssen unbedingt Vorkehrungen getroffen werden? Welche geeigneten Lösungen, Absicherungen und praxisnahen Vorkehrungen werden eingesetzt? Absehbaren Gefährdungen gilt es vorzubeugen, für das Eintreten des Ernstfalles wird ein Aktionsplan benötigt und im schlimmsten Falle ist es wichtig, einen wirtschaftlichen Ausgleich zu erhalten.

DiALOG - Ausgabe März 2017

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DiALOG - Das Magazin für EIM, Ausgabe März 2017  

Die Ausgabe 2017 unseres Magazins ist mit dem Schwerpunktthema Digitalisierung eine Sammlung von aktuellen Themen, Best-Practice-Berichten,...

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Die Ausgabe 2017 unseres Magazins ist mit dem Schwerpunktthema Digitalisierung eine Sammlung von aktuellen Themen, Best-Practice-Berichten,...