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(Behaviour) schrittweise und bedacht zu etablieren. Im gesamten Unternehmen muss ein digitales Bewusstsein vorherrschen. Dazu müssen allen

Wandel auf allen Unternehmensebenen akzeptiert wird, können bestehende Geschäftsprozesse effektiv verändert werden.

Nur wenn der angestrebte Wandel auf allen Unternehmensebenen akzeptiert wird, können bestehende Geschäftsprozesse effektiv verändert werden. Mitarbeitern frühzeitig die Vorteile des neuen Arbeitens und der Prozessoptimierung aufgezeigt werden: Dass etwa digitalisierte Dokumente mithilfe einer abteilungsübergreifenden IT-Lösung deutlich schneller wiedergefunden werden als in raumgebundenen Papierordnen. Es gilt auch, die Vorteile einer möglichen Umgestaltung bestehender Geschäftsmodelle zu verdeutlichen. Ein gutes Changemanagement ist daher essentiell. Die Geschäftsführung muss die neuen Ansätze als gemeinsame Vision des Unternehmens vorleben sowie Mitarbeiter aktiv einbinden und bei der Umgestaltung begleiten. Dabei ist es wichtig, auch in Form von Fortund Weiterbildungsangeboten aktiv mit Bedenken etwa gegenüber CloudComputing aufzuräumen und Anreize für aktuelle wie zukünftige Angestellte zu schaffen. Wie die dargestellten Bricks und Bytes zeigen, rückt beim Smart Working der einzelne Mensch stärker in den Fokus. Selbstmanagement, Selbstentfaltung, Selbstdisziplin und Selbstvertrauen sind wichtige Schlagworte. Das neue Arbeiten bringt einen größeren Freiraum mit sich, der aber vor allem gemäß vereinbarter Absprachen funktioniert. Seitens der Arbeitgeber muss ein höheres Maß an Vertrauen aufgebracht werden, dass Angestellte ihre Aufgaben auch im Home-Office selbstständig erledigen. Arbeitnehmer begeben sich wiederum in die Position, über die klassische Arbeitszeit (9 bis 17 Uhr) hinaus erreichbar zu sein. Nur wenn der angestrebte

Zukünftige Tools des Smart Workings Die Verfechter des „Digitalen Darwinismus“ behaupten „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Diese höchst dramatische Prognose beinhaltet einen ernstzunehmenden Ansatz. Nur wenn Unternehmen ihre Kernkompetenzen durch die Nutzung der Digitalisierung stärken, schaffen sie es auch in Zukunft im Wettbewerb zu bestehen. Die zuvor erläuterten Säulen – Bricks, Bytes und Behaviour – bilden dabei eine wichtige Basis. Eine digitale Transformation ist somit eine langfristige, zukunftsorientierte Umgestaltung, die schließlich über Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens mitentscheidet. Realisieren lässt sie sich vor allem durch eine regelmäßige Evaluation der eigenen Strategie: Welche Tendenzen und Entwicklungen sind für das Unternehmen wichtig? Auf welche muss es mit Blick auf die

individuellen Werkzeugen sowie dem Bedürfnis nach individuellem Service seitens der Kunden, Partner und Lieferanten gerecht. Funktionsspezifische Apps Funktionsspezifische Apps unterstützen beispielsweise den einzelnen Mitarbeiter bei seinen täglichen Abläufen, optimieren und beschleunigen die allgemeinen Workflows und sorgen dafür, dass das gesamte Unternehmen seine Effizienz steigert. Sie kommen dem grundsätzlichen Bedürfnis entgegen, mit mobilen Endgeräten arbeitszeit- und arbeitsplatzunabhängig agieren zu können; gleichzeitig verfügen sie über Funktionen, die auf die spezifische Arbeitsweise des Sachbearbeiters zugeschnitten sind. Ist dieser etwa für die Prüfung eines Rechnungsbetrags verantwortlich, kann er diesen über den entsprechenden Button freigeben oder ablehnen. Das Dokument wird anschließend automatisch an den nächsten Zuständigen weitergeleitet. Mit diesen neuen Apps können Mitarbeiter ihre täglichen Tätigkeiten geradezu intuitiv erledigen. Schließlich unterscheidet sich die Benutzeroberfläche nicht wesentlich von jenen Applikationen, die privat genutzt werden. Modulare Webportale Eine weitere technologische Veränderung ergibt sich durch die Etablierung

Eine digitale Transformation ist somit eine langfristige, zukunftsorientierte Umgestaltung, die schließlich über Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens mitentscheidet. Zukunft aktiv reagieren – auch über Abteilungs-, Prozess- und grundsätzliche Unternehmensstrukturen hinaus? Als Technologie kann EIM in Zukunft vor allem in Form zweier praktischer Tools genutzt werden. Diese werden auf Arbeitnehmerseite dem Wunsch nach

von Social-Media-Portalen als Interaktionstools. Sie bilden eine – für den Kunden – praktische Alternative zur klassischen Kommunikationsform via Brief, Telefon oder E-Mail. Um Serviceanfragen kanalunabhängig in Echtzeit zu bearbeiten, nutzen Unternehmen DiALOG - Ausgabe März 2017

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DiALOG - Das Magazin für EIM, Ausgabe März 2017  

Die Ausgabe 2017 unseres Magazins ist mit dem Schwerpunktthema Digitalisierung eine Sammlung von aktuellen Themen, Best-Practice-Berichten,...

DiALOG - Das Magazin für EIM, Ausgabe März 2017  

Die Ausgabe 2017 unseres Magazins ist mit dem Schwerpunktthema Digitalisierung eine Sammlung von aktuellen Themen, Best-Practice-Berichten,...