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Cleantech JOACHIM KERN

Moderne Kunststoffe für Photovoltaik und Solarthermie: Erfolg durch Langlebigkeit Photovoltaik und Solarthermie stellen höchste Ansprüche an sämtliche Komponenten der jeweiligen Anlagen. Daher ist das umfassende Verständnis des Alterungsverhaltens der eingesetzten Materialien unerlässlich für deren Weiterentwicklung und Optimierung. Dies trifft insbesondere auf Kunststoffe und deren Langzeitverhalten zu. Photovoltaikmodule und solarthermische Anlagen stellen eine komplexe Ansammlung aus unterschiedlichen Materialien dar. Dazu zählen Kunststoffe, Halbleiter, Glas sowie diverse Metalle. Gemeinsam ergeben sie ein harmonisches Zusammenspiel und sind dabei zugleich rund um die Uhr einer Vielzahl äußerer Einflüsse, wie Temperatur, Strahlung, Luftfeuchtigkeit, Sauerstoffkonzentration sowie Luftschadstoffen, ausgesetzt. Exakt diese äußeren Faktoren führen in

weiterer Folge früher oder später zu einer Materialalterung. Vergilbung, Trübung, Versteifung, Versprödung oder Delaminationen, also das sich Ablösen von Schichten in Werkstoffverbunden, zählen zu den gefürchteten Konsequenzen dieses Prozesses. Diese wiederum haben einen direkten Einfluss auf die Lebensdauer oder den Wirkungsgrad des gesamten Systems. In der Praxis dienen die eingesetzten Spezialkunststoffe zum Beispiel dem Schutz der Solarzellen – als Schockabsorber für die empfindlichen Siliziumwafer. Rückseitenlaminate wiederum nehmen die Funktion eines Witterungsschutzes bei Photovoltaikmodulen ein. Der ideale Kunststoff verfügt über die Fähigkeit, seine Funktion unter vorgegebenen Betriebsbedingungen während einer klar definierten Zeit voll und ganz zu erfüllen. Die Ver-

meidung von Altersvorgängen gilt als zielführende Vorgehensweise, die zweifellos zu einer Verbesserung der jetzigen Situation führt. Aus diesem Grund müssen innovative Kunststoffe möglichst wirkungsvoll vor Witterungs- und anderen Umwelteinflüssen geschützt werden, um optimal zu funktionieren. Forschungseinrichtungen, wie beispielsweise das Polymer Competence Center Leoben (PCCL) aus Österreich, sowie Chemiekonzerne, wie die BASF, arbeiten daher intensiv daran, die Lebens- und somit die Betriebsdauer von Kunststoffen für Photovoltaik- und Solaranwendungen gezielt zu verbessern. Ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit trägt unbestreitbar dazu bei, die Rentabilität der entsprechenden Anlagen weiterhin zu steigern. Wir können also gespannt sein, in welcher Hinsicht sich die PV- und Solarthermieanlagen in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Dies gilt sowohl für die Optimierung des Leistungsverhaltens als auch für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit.  www.pccl.at  www.basf.com

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CLEANTECH

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LIFESTYLE clean energy (2013-1)  

LIFESTYLE clean energy ist ein hochwertiges Magazin, das über die Megatrends “green lifestyle“ & “clean energy“ informiert. Mit einer abwech...

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