Page 23

© GLS Bank

© Umweltbankank

Kreditprojekt der Umweltbank

Wir schließen keine Branche von vornherein aus, sondern suchen in allen Branchen die in Sachen Nachhaltigkeit fortschrittlichsten Unternehmen. Dies geschieht auf Basis des so genannten Best-in-ClassAnsatzes, der in Deutschland weit verbreitet ist. Dazu werden die Unternehmen wie angesprochen auf Basis einer Vielzahl von Kriterien, die sich unter anderem auf den Umgang mit den Mitarbeitern und Zulieferern, auf die Umweltqualität der Produkte und Dienstleistungen und auf die Qualität des Umweltmanagements beziehen, bewertet. Wichtig ist hier, zwischen dem relativen und dem absoluten Best-inClass-Ansatz zu unterscheiden. Beim relativen Ansatz wird jeweils ein bestimmter Prozentsatz der Unternehmen einer Branche als Best-inClass definiert, zum Beispiel die besten 20 oder 30 Prozent. Nachteil ist hier, dass das letzte Unternehmen, das so in die Spitzengruppe rutscht, nicht unbedingt hohen Nachhaltigkeitsstandards genügen muss. Wir setzen daher auf den absoluten Best-in-Class-Standard, bei dem die Unternehmen eine Mindestleistung im Nachhaltigkeitsbereich zeigen müssen, um von uns als Best-inClass bewertet zu werden. Dabei gilt:

Kreditprojekt der GLS Bank

je höher die potenziellen negativen Auswirkungen der Branche auf Umwelt und Gesellschaft, desto höher die entsprechende Hürde. Wir bieten unseren Kunden zusätzlich eine Analyse im Hinblick auf Verstöße gegen die von Ihnen genannten und eine Vielzahl weiterer Ausschlusskriterien an. Sie können dann selbst entscheiden, ob sie in Unternehmen investieren wollen, die Alkohol oder Waffen produzieren oder in Korruption und Kartellrechtsvergehen involviert sind. Dies ist eine Frage, die gerade die institutionellen Kunden oft vor dem Hintergrund der Ziele oder Zwecke ihrer Organisation beantworten. Wie und von wem werden die von Ihnen erstellten Ratings genutzt? Dazu zählen einerseits die angesprochenen institutionellen Investoren, beispielsweise Kirchen, Stiftungen, Versicherungen oder Pensionskassen. Sie nutzen unsere Ratings für ihre Kapitalanlage, etwa um auszuschließen, dass sie Aktien oder Anleihen von Emittenten kaufen, die ihren eigenen Werten und Zielen widersprechen. Andererseits gehören Banken, Kapitalanlagegesellschaften und Vermögensverwalter zu unserem Kundenkreis. Sie nutzen

die Ratings in der Regel, um entsprechende Anlageprodukte, zum Beispiel nachhaltige Publikumsfonds, zu gestalten, die dann privaten und institutionellen Kunden angeboten werden. Wir wissen, dass auch die bewerteten Unternehmen unsere Ratings nutzen, beispielsweise als Trendradar oder für die Stärken-SchwächenAnalyse ihres Nachhaltigkeitsmanagements. Allerdings bezahlen die Unternehmen für ihr Rating bei oekom research nichts, da sie nicht der Auftraggeber der Bewertungen sind, sondern die genannten Investoren und Banken. Dies unterscheidet unser Rating fundamental von den konventionellen Ratings a la S&P, Moody’s und Fitch, bei denen der Emittent eines Wertpapiers für das Rating bezahlt. Investoren, die bewusst in nachhaltige Unternehmen investieren, haben dafür sicherlich ökologische und ethische Beweggründe. Aber lohnt es sich, Ihrer Erfahrung nach, für sie auch finanziell? Hier würde ich gern Albert Einstein zitieren mit seiner Einschätzung, dass es schwieriger ist, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom. Leider gilt dies auch für das Vorurteil, dass nachhaltige Kapi-

GREEN INVESTMENT

21

Profile for CleanEnergy Project

LIFESTYLE clean energy (2013-1)  

LIFESTYLE clean energy ist ein hochwertiges Magazin, das über die Megatrends “green lifestyle“ & “clean energy“ informiert. Mit einer abwech...

LIFESTYLE clean energy (2013-1)  

LIFESTYLE clean energy ist ein hochwertiges Magazin, das über die Megatrends “green lifestyle“ & “clean energy“ informiert. Mit einer abwech...

Advertisement