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Biorama Nº. 26

Marktplatz Food

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Nina Daniela Jaksch

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Erli Grünzweil Georg Nejeschleba

Früchte des Wald(rand)es Der Wald birgt eine Vielfalt an Aromen und Schätzen. Waldwissen ist Teil unseres Kulturerbes und lohnt sich, neu entdeckt zu werden. Wertvolles von Baum und Strauch.

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on Beeren, Pilzen, Kräutern, Honig, Zapfen hin zu Holz oder Wild – der (Misch-)Wald war seit jeher Quelle von Nahrungs-, Genuss- und Heilmitteln. Manche Großeltern erinnern sich noch an das Nahrungsreservoir Wald in Notzeiten, es brachte Eichelkaffee oder wertvolles Bucheckernöl auf den Speiseplan und Fichtennadelsirup und Lärchenharz in die Hausapotheke. Im ökonomischen Wald der Neuzeit mit seinen gleichaltrigen Monokulturen lässt sich die ursprüngliche Vielfalt nur mehr erahnen. Heute wird jedoch vielerorts versucht, den Wald wieder naturnäher zu bewirtschaften, offene Kronendächer machen den Wald lichter und die Vegetation wird wieder vielfältiger. Die »Früchte des Wald(rand)es« kennenzulernen ist eine Entdeckungsreise, ob indoor beim Verkosten von Manufaktur-Genüssen oder outdoor beim Beerensammeln und Naschen von Waldsauerklee. Und es gilt stets die goldene Regel des Waldbesuchers: Hinterlasse nichts – außer deinen Fußspuren.

Let’s Mushroom Ob Bio-Speisepilz oder Heilpilz – Pilze selber züchten lernt man bei Mark Stüttler und seinen Jungs vom Mushroom Research Center in Innsbruck. www.mrcashop.org

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1 // Für Honigbären Im Rannatal, Oberösterreich, werden in der Manufaktur Urprodukte wie Met, Wachs und Propolis, aber auch feine Honigsorten produziert. Für den würzigen Waldhonig Lage Falkenstein sammeln Bienen in der Rannaschlucht ab Mitte Juni den Honigtau auf den Fichtennadeln und den Nektar der Buchen und Linden. www.hochlandimker.at

2 // Für Liebhaber Gertrud Henzl hat sich der Entdeckung ungenutzten Nahrungspotenzials verschrieben. In ihrer Wiener Manufaktur verarbeitet sie saisonal Wild-, Wald- und BioGartenpflanzen zu ungewöhnlichen Genüssen. Zum Beispiel würziges Essigsaures von Maiwipferl und Nasenzwicker, aromatisches Schlehen-Orangen-Salz und hinreißendes Bärlauchblütenpesto. www.henzls.at

3 // Für Naschkatzen Haselnussöl schmeckt intensiv nach Nuss, angenehm und zart-süßlich und wird durch kalte Pressung der ungerösteten Nüsse gewonnen; es passt prima zu Blattsalaten, für Dressings und zur Abrundung von Süßspeisen und Gebäck. www.fandler.at

08.08.13 10:05

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BIORAMA #26  

Im Fadenkreuz: Jagd. Ist die Jagd in ihrer derzeitigen Form noch gesellschaftsfähig? Außerdem: All I Need – Neo-Ökologie im Alu-Mantel. B...

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