Page 7

Biorama Nº. 26

editorial, impressum

07

Warum Jagd?

G

Thomas Weber, Herausgeber weber@biorama.eu @th_weber

17:03

26_002-016.indd 7

impressum HERAUSGEBER Thomas Weber CHEFREDAKTEURIN Johanna Stögmüller AUTOREN Isabella Arcucci, Mirjam Bromundt, Anne Erwand, Juliane Fischer, Doris Fröhlich, Yannick Gotthardt, Katharina Grabner, Christa Grünberg, Robin Hauenstein, Jan Hestmann, Gabriella Hummel, Nina Daniela Jaksch, Micky Klemsch, Franz Knipp, Sarah Krobath, Astrid Kuffner, Martin Mühl, Ursel Nendzig, Karin Pointner, Sebastian Rahs, Theres Rathmanner, Parvin Razavi, Werner Reiter, Teresa Reiter, Jürgen Schmücking, Matthias Schickhofer, Mara Simperler, Wolfgang Smejkal, Sarah Stamatiou, Thomas Stollenwerk, Werner Sturmberger, Jonas Vogt, Katharina Wiesler, Jörg Wipplinger PRAKTIKUM Yasmin Nowak, Nicola Raunig FOTOGRAFIE Erli Grünzweil, Georg Nejeschleba, Michèle Pauty ILLUSTRATIONEN Nana Mandl, Georg Nejeschleba ART DIRECTOR Sig Ganhoer GESTALTUNG Elisabeth Els, Sig Ganhoer, Erli Grünzweil, Georg Nejeschleba LEKTORAT Wolfgang Smejkal, Adalbert Gratzer ANZEIGENVERKAUF Herwig Bauer, Wolfgang Hoffer, Nina Daniela Jaksch, Micky Klemsch (Leitung), Thomas Weber WEB Super-Fi, m-otion DRUCK Druckerei Janetschek, Gußhausstraße 24–26, 1040 Wien PRODUKTION & MEDIENINHABER Monopol GmbH, Favoritenstraße 4–6 / III, 1040 Wien GESCHÄFTSFÜHRUNG Martin Mühl KONTAKT Biorama c/o Monopol GmbH, Favoritenstraße 4–6 / III, 1040 Wien; Tel. +43 1 9076766; www.biorama.eu, www.monopol.at, redaktion@biorama.eu BANKVERBINDUNG Monopol GmbH, easybank, Kontonummer 20010710457, BLZ 14200 ABONNEMENT siehe Website: www.biorama.eu ERSCHEINUNGSWEISE 6 Ausgaben pro Jahr ERSCHEINUNGSORT Wien VERLAGSPOSTAMT 1040 Wien Raumtemperatur: 33° C BLATTLINIE Biorama ist ein unabhängiges, kritisches Magazin, das sich einem nachhaltigen Lebensstil verschreibt. Die Reportagen, Interviews, Essays und Kolumnen sind in Deutschland, Österreich und der ganzen Welt angesiedelt. Sie zeigen Möglichkeiten für ein Leben mit Qualität für Mensch und den Planeten Erde. Ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Biorama erscheint sechsmal im Jahr. Biorama wird nach den Vorgaben des Österreichischen Umweltzeichens in der Druckerei Janetschek auf Lenza Top Recycling gedruckt. 100 % Recycling-Papier. Eh klar.

foto Michael Winkelmann

erade Städter müssen sich vom Gedanken verabschieden, Natur wäre Wildnis. Meist haben wir es mit intensiv bewirtschafteter Kulturlandschaft zu tun. Auf der Skipiste genauso wie auf der Alm oder im Wald, selbst wenn sie viele von uns als »unberührt« empfinden. In dieser massiv vom Menschen geprägten Landschaft geraten zwangsläufig die Interessen aneinander. Biobauern haben andere Bedürfnisse als Forstwirte oder die Betreiber von Windparks, eine Mountainbikerin andere als die Jägerin oder die Hüttenwirtin. Alle nutzen wir die Natur. Warum also tun wir uns diesmal das Thema Jagd an? Ein Thema, von dem absehbar ist, dass es Teile unserer Leserschaft emotional aufbringen wird, vielleicht sogar gegen uns? Wenn ein Medium wie biorama sich solch eines Themas annimmt, dann hat es dazu eine prinzipielle Haltung. Unsere ist kritisch, aber nicht kontra, sondern tendenziell pro Jagd. Das »tendenziell« ist deshalb wichtig, weil es erstens auch in unserer Redaktion eindeutig ablehnende Positionen gibt. Und wir uns zweitens sicher nicht solidarisch mit der gesamten Jägerschaft erklären. Es gibt genügend rückwärtsgewandte Idioten. Wären allerdings alle Jäger jene besoffen durch die Gegend ballernden Hobbyschützen, als die sie viele aburteilen, wir würden jede Woche von zig versehentlich erlegten Joggern, Radfahrern oder Traktorfahrern lesen. Jagd ist vielen von uns suspekt. Auch denen, die sie nicht schlicht »scheiße« finden – sich das aber nicht zu sagen trauen, weil die Deutungshoheit oft jene innehaben, die sie fundamental ablehnen. Ja, es gibt sehr vieles, das man an der Jagd, wie sie heute ist, kritisieren muss – doch viele Jäger denken nicht einmal darüber nach. Das müssen sie auch nicht, solange die Gegenstimmen vor allem vom radikalen Rand der Tierschutzbewegung kommen. Doch Jagd muss sich, so sie den Menschen weiterhin als legitim erscheinen will, ändern. Das ist mittlerweile auch mehr und mehr Jägern klar, von denen sich manche längst als »Ökobauern« sehen. Dafür braucht es eine Diskussion, und für diese wiederum mehr Menschen, die Bescheid wissen. Darin sehen wir unsere Aufgabe als Medium – und begeben uns dafür gerne zwischen die Fronten.

08.08.13 18:23

Profile for BIORAMA – Magazine for sustainable lifestyle

BIORAMA #26  

Im Fadenkreuz: Jagd. Ist die Jagd in ihrer derzeitigen Form noch gesellschaftsfähig? Außerdem: All I Need – Neo-Ökologie im Alu-Mantel. B...

BIORAMA #26  

Im Fadenkreuz: Jagd. Ist die Jagd in ihrer derzeitigen Form noch gesellschaftsfähig? Außerdem: All I Need – Neo-Ökologie im Alu-Mantel. B...

Profile for biorama
Advertisement